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Grundsteuer C: Definition und Voraussetzungen

Grundsteuer C: abstrakte Darstellung einer leeren umrandeten Parzelle neben bebauten Flächen in Ocker und Petrol, ohne Text, ohne Personen
Grundsteuer C: abstrakte Darstellung einer leeren umrandeten Parzelle neben bebauten Flächen in Ocker und Petrol, ohne Text, ohne Personen (KI-generiertes Symbolbild)

Lexikoneintrag · Stand:

Kurz erklärt

Die Grundsteuer C ist keine eigene Steuer, sondern ein gesonderter, höherer Hebesatz für baureife unbebaute Grundstücke. § 25 Absatz 5 GrStG erlaubt ihn Gemeinden seit 2025 aus städtebaulichen Gründen. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 wies die amtliche Statistik im Berichtsjahr 2024 für keine der 10.754 erfassten Gemeinden einen solchen Wert aus.

Die wichtigsten Punkte

  • Rechtsgrundlage: § 25 Abs. 5 GrStG, anwendbar seit 2025
  • Gesonderter, höherer Hebesatz nur für baureife unbebaute Grundstücke
  • Mindestens 10 Prozent des Gemeindegebiets bei örtlicher Beschränkung
  • Bekanntgabe durch Allgemeinverfügung mit Karte
  • Im Berichtsjahr 2024 von keiner der 10.754 Gemeinden ausgewiesen

Was sie bewirken soll

Sie ist ein städtebauliches Werkzeug, kein Einnahmeinstrument. Wer ein bebaubares Grundstück unbebaut liegen lässt, soll dafür mehr zahlen. § 25 Absatz 5 GrStG nennt als Gründe unter anderem den erhöhten Bedarf an Wohn- und Arbeitsstätten, Nachverdichtung und die Stärkung der Innenentwicklung.

Wie sie sich vom regulären Satz unterscheidet

Der reguläre Satz gilt einheitlich für alle Grundstücke einer Gemeinde. Der gesonderte Satz betrifft nur eine abgegrenzte Gruppe und muss höher liegen. Betroffene Eigentümer erfahren davon durch die Allgemeinverfügung der Gemeinde, nicht durch den Messbescheid des Finanzamts — die Bewertung des Grundstücks bleibt unverändert.

Welche Bedingungen gelten

Der gesonderte Hebesatz muss für alle betroffenen Grundstücke einheitlich und höher sein als der allgemeine Hebesatz. Beschränkt eine Gemeinde ihn auf einen Gemeindeteil, muss dieser mindestens zehn Prozent des Gemeindegebiets umfassen und mehrere baureife Grundstücke enthalten. Die betroffenen Grundstücke sind in einer Karte nachzuweisen und durch Allgemeinverfügung öffentlich bekannt zu geben.

Wie viele Gemeinden sie nutzen

Bislang bei keiner einzigen. Die Regionaldatenbank Deutschland führt die Grundsteuer C als eigene Steuerart, weist aber zum Stichtag 31. Dezember 2024 für keine Gemeinde einen Hebesatz aus. Wo künftig einer festgesetzt wird, erscheint er auf der jeweiligen Gemeindeseite. Die Werte aller Gemeinden stehen im Silo Grundsteuer, die Einordnung im Ranking der Grundsteuer B.

Häufige Fragen zum Begriff Grundsteuer C

Ist das eine zusätzliche Steuer?
Nein. Sie ist ein gesonderter Hebesatz innerhalb der Grundsteuer, der nur für baureife unbebaute Grundstücke gilt.

Muss eine Gemeinde sie erheben?
Nein. § 25 Absatz 5 GrStG räumt ein Wahlrecht ein, keine Pflicht.

Quellen

Rechtsgrundlagen zu diesem Eintrag
Quelle Dokument Stand Abgerufen
Bundesministerium der Justiz § 25 Absatz 5 GrStG geltende Fassung 11. September 2026
Bundesministerium der Justiz § 246 BewG geltende Fassung 11. September 2026
Statistische Ämter des Bundes und der Länder Realsteuervergleich, Stichtag 31. Dezember 2024 geltende Fassung 11. September 2026

hebesatzatlas.de gibt die Rechtslage mit Fundstelle wieder und erteilt keine steuerliche Beratung. Für die Festsetzung ist die Gemeinde zuständig, für den Steuermessbetrag das Finanzamt, für den Einzelfall ein steuerlicher Berater. Weitere Begriffe im Glossar, die Regeln unter Methodik.